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STYLE UND POPKULTUR

Kultteil: Das Batik-Shirt

Von Chris Sayer, 8. April 2019

Ob zu Hippie-Woodstock-Zeiten oder während der Rave-Ära der 90er, Batik-Shirts machen unsere Kleiderschränke seit über 50 Jahren ein kleines bisschen bunter. Das Muster hat seine Streetwear-Daseinsberechtigung mehr als bewiesen indem es jedes Jahr aufs neue Gastauftritte in unserer Sommergarderobe hatte. Und da psychedelische Wirbel und kaleidoskopische Farben auch 2019 wieder einen großen Moment haben, haben wir uns das friedliebende Muster und seine Geschichte mal genauer angesehen. 

A close-up picture of a tie-dye T-shirt.

Batik-Baby

Batik ist eine uralte Kunstform, die bis ins Jahr 500 nach Christus zurückreicht. Ihre Ursprünge sind nicht ganz klar, führen aber ins heutige Peru und nach Asien. In der westlichen Welt kam die Textilfärbekunst aber erst in den 1960ern an. Das New Yorker Marketing-Genie Don Price überzeugte damals seinen Kunden, den Textilfarbenhersteller Rit, von Pulver- auf Flüssigfarbe umzusteigen. Er beauftragte dann ein paar Künstler, mit den neuen Farben T-Shirts zu designen. Diese T-Shirts verkaufte er dann auf einem hippen, neuen Musikfestival außerhalb von New York City … 

Woodstock 1969

Woodstock-Vibes

… die Rede ist natürlich von dem legendären Woodstock-Festival, das im August 1969 für immer in die Geschichtsbücher einging. Acts wie Janis Joplin, Joe Cocker oder The Grateful Dead rockten damals in Batik-Shirts die Festivalbühnen und setzten damit einen neuen Trend unter den anwesenden Musikfans und Hippies. Seitdem wird Batik mit Festivals und der Hippiekultur in Verbindung gebracht, woran sich wohl auch in Zukunft nichts mehr ändern wird. 

A picture of a group of friends attending a rave in the 90s.

Raver Chic

20 Jahre später entdeckte eine neue Subkultur das Muster für sich: Die Raver der 90s. Auf den ganzen geheimen Raves in Städten wie Manchester oder Berlin erlebten Batik-Teile damals ihr großes Comeback. Während DJs wie Paul Oakenfeld oder Danny Rampling ihre Sets spielten, ravte die feierwütige Menge in Batik-Looks durch die verlassenen Fabrikhallen oder leere Bunker. 

A picture of a steet styler wearing a tie-dye T-shirt.

Streetwear 2.0

Letzten Sommer hatte Batik nochmal ’nen größeren Moment, als Streetstyler die 90er wieder für sich entdeckten. Aber im Gegensatz zu den wilden Rave-Kids der 90s, wurde Batik 2018 ziemlich leger und etwas grungy kombiniert. Bedeutet: fettige Haare, Mustermix und Kater-Look statt den genau durchdachten Club-Outfits der Raver. 

A picture of a model wearing a tie-dye outfit on the catwalk during Fashion Week.

Fotos: Getty

Catwalk-Couture

Und da Streetwear mittlerweile Couture-Mode beeinflusst (statt andersrum), sind jetzt auch die Modeschöpfer dieser Welt auf den Geschmack von psychedelischen Mustern gekommen. Auf den Laufstegen für diesen Sommer von Brands wie Louis Vuitton, Stella McCartney, MSGM und Dior Homme reihte sich ein Batik-Teil ans nächste. Aber dass es ein Muster, das sich seit 1969 konsistent gehalten hat, nicht auch endlich auf die Laufstege schaffen würde, hätte uns auch stark gewundert … 

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