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STYLE UND POPKULTUR

ASOS trifft Rapper J Hus

Von der ASOS Redaktion, 23. März 2018

Momodou Jallow alias Rapper J Hus hat seinen Blick mit 22 Jahren schon fest auf Weltherrschaft gerichtet. Kein Wunder, mit einem Mercury- und BRIT Awards-nominierten Album und einer Platin-Single in der Tasche scheint sein Ziel gar nicht so unrealistisch. Was sich der Londoner sonst noch so für seine Zukunft vorstellt, wie er musikalisch dort gelandet ist, wo er ist und was Spazieren gehen damit zu tun hat, erzählt er hier im Interview fürs ASOS Magazin.

J Hus for ASOS Magazine

Was überrascht Leute, wenn sie dich kennenlernen?

Viele Leute erwarten von mir einen Ausraster, weil sie das von YouTube oder sonst woher kennen, aber ich rede nicht viel, ich bin immer am Nachdenken. Früher bin ich viel spazieren gegangen. Hauptsache raus ins Grüne. Meine Freunde fanden das seltsam, aber es half mir, nachzudenken. Es ist wie eine Therapie. Ich habe es schon so lange nicht mehr gemacht, aber bevor ich J Hus wurde, bin ich stundenlang spazieren gegangen, um den Kopf frei zu kriegen.

 

Warum ist Musik für dich so wichtig?

Jemand sagt etwas und ein Wort davon bleibt bei mir hängen. Es ist krass, was du aus einem Wort oder Gedanken (musikalisch) machen kannst. Manchmal bin ich heute noch schüchtern, aber wenn ich rappe, verschwindet das.

J Hus for ASOS Magazine

Was denkst du: Warum kommt deine Musik so gut an?

Ich habe etwas Neues ins Spiel gebracht, etwas Einzigartiges, das einem trotzdem irgendwie bekannt vorkommt. Ich fühle mich wie ein richtiger Teil des Ganzen, wie ein richtiger Musiker, ein richtiger Rapper. Ich glaube, ich habe bewiesen, dass ich gekommen bin, um zu bleiben.

 

Wie spiegeln sich deine Erfahrungen in der Musik wieder?

Du lernst aus deinen Fehlern. [Ins Gefängnis zu gehen] war gut für mich, weil ich merkte, wie sehr ich das Leben als selbstverständlich betrachtete und wie sehr ich Musik machen wollte. Musik hat mir gezeigt, dass ich Potenzial habe, dass ich etwas aus meinem Leben machen kann, dass ich Talent habe. Wie ich früher war, so bin ich eigentlich nicht. Ich bin lustig, glücklich, kreativ. So bin ich.

J Hus for ASOS Magazine

Fotos: ASOS

Warum ist es gerade eine gute Zeit für Rap in der UK?

Verglichen mit Amerika, stecken wir noch in den Kinderschuhen. Unsere Rap-Szene ist jetzt da, wo Hip-Hop in den 90ern war. Wir fangen gerade erst an. Ich kann es kommen sehen. Ich bin 50 Cent. Stormzy ist Jay-Z und Lethal ist P Diddy!

 

Was kommt als nächstes?

Ich versuche in allem, was ich tue, anders zu sein. Ich akzeptiere mich wie ich bin und ich verbreite meine Kultur. 2017 habe ich gezeigt, was ich kann, aber 2018 will ich die Weltherrschaft. Also werde ich das angehen.

 

J Hus’ Album Common Sense, das für den Mercury Prize nominiert ist, ist über Black Butter Records erschienen.

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