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MAGAZIN

Die Girls von Little Mix im Interview

Von Hattie Collins, 14. November 2018

Es ist sieben Jahre her, dass Jade Thirlwall, Jesy Nelson, Leigh-Anne Pinnock und Perrie Edwards, besser bekannt als Little Mix, die achte Staffel der britischen Castingshow The X Factor gewannen. Vier (bald sind es fünf) Alben später haben sie ein Nummer-1-Album und unzählige Awards in der Tasche. Zwei Tage vorm Release ihres neuen Albums LM5 sprechen wir mit der Girls-Crew über ihre Beats, den Druck der Musikindustrie und soziales Engagement. Auszüge aus dem Interview gibt's unten.

 

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Little Mix for ASOS Mag | ASOS Style Feed

Über das neue Album

„Wir reden über Dinge, über die wir schon seit Ewigkeiten reden wollten. Das ist das Album, das wir schon immer machen wollten“, sagt Jesy. „Strip ist ein Wendepunkt. „Wir haben alle unter Körperidealen und Mobbing ge­lit­ten und auch Songs wie Wings geschrieben, die das thematisieren. Aber wir hatten nicht diesen einen Song, in dem wir klar gesagt haben, was Sache ist. Seit letztem Jahr fühlen wir uns endlich gut, ob wir zugenommen haben oder nicht. Es ist uns egal.“ 

 

„Vielleicht reden wir jetzt darüber, weil die Gesellschaft mehr denn je unrealistische Vorstellungen darüber hat, wie Schönheit aussehen soll“, sagt Leigh-Anne. „Es ist an der Zeit, dass wir Stellung beziehen. Wenn du schlaffe Titten hast, gut! Das ist normal! Wenn du einen großen Hintern oder kleine Brüste hast, nimm sie an. Die Dinge, die dir fehlerhaft vorkommen, sind es nicht. Sie sind ein Teil von dir, liebe das Ganze.“ 


Jesy Nelson Little Mix | ASOS Style Feed

Jesy über Body Positivity

„Ich hatte zu kämpfen. Ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwann darüber hinwegkomme, was Leute über mich denken. Ich werde immer noch traurig, wenn ich darüber spreche“, sagt sie und Tränen beginnen zu fließen. „Ich werde diese Jahre nicht zurückbekommen. Ich war unglücklich, statt mein Leben zu genießen. Ich war deprimiert, weil ich mich so sehr darum kümmerte, was die Leute über mich dachten und wie ich aussah. Deshalb ist es uns so wichtig, was wir mit diesem Album sagen. Je mehr wir darüber reden, desto mehr helfen wir den Kids. Sie sollen wissen, dass sie nicht allein sind.“

Perrie-Anne from Little Mix in ASOS MAG | ASOS Style Feed

Foto:

Perrie über unrealistische Körperideale

„Es ist überall. Du schaust in ein Magazin – nicht ASOS! – oder auf eine Webseite und jedes Mädchen ist dünn wie ein Strick, und sieht im Bikini irreal aus. Ich denke, ,Naja, so werde ich auf Mykonos nicht aussehen‘. Man entkommt dem nicht. Dinge wie Instagram oder Magazin-Cover sind aber nur ein winziger Teil eines Lifestyles, den Leute mit sich assoziieren wollen, es ist nie das gesamte Bild. Ich denke, dass die Welt gerade mehr denn je ein Album wie LM5 braucht. Wir wollen Frauen und uns selbst den Rücken stärken.“

Little Mix in ASOS Magazine available at ASOS | ASOS Style Feed

Über den Druck in der Musikindustrie

„Wir sollten eigentlich gar nicht bis in die Live-Shows von X Factor kommen, sie glaubten nicht, dass eine Girlband das schaffen könnte. Also von Anfang an werden Frauen und Mädchen schlecht gemacht“, sagt Leigh-Anne. Jade erinnert sich an eine Radio-Veranstaltung in den USA mit vielen VIPs. „Jemand vom Label sagte, ,Geh und flirte mit den wichtigen Männern‘. Ich sagte, ,Verpiss dich. Warum muss ich flirten, um meinen Song im Radio zu hören?‘“

Jade Thirlwall ASOS magazine | ASOS Style Feed

Jade über den Support für die LGBTQ+ Community

„Es ist schön und gut zu sagen, ,Oh, ich liebe Kylie Minogue und gehe in Schwulenbars‘, aber wir müssen etwas tun, das unseren Fans etwas bedeutet. Wenn ich ihnen ein Verbündeter sein möchte, muss ich wissen, wovon ich rede“, sagt sie. „Es braucht sowohl Verbündete als auch die LGBT-Community, um etwas zu bewirken. Ich komme aus einer Arbeiterstadt im Norden, die sehr altmodisch ist, und weiß, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben. Es geht darum, die Menschen und uns selbst zu erziehen.“

Leigh-Ann Pinnock from Little Mix in ASOS Mag | ASOS Style Feed

Foto:

Leigh-Anne über Frauen mit dunkler Hautfarbe im Pop-Business

„Während der ersten Jahre in der Band fühlte ich mich unsichtbar. Ich weinte oft bei meinem Manager, konnte einfach nicht meinen Platz finden und wusste nicht, warum. Es kam mir vor, als hätte ich weniger Fans als die anderen. Es war ein seltsames Gefühl. Ich hätte nie gedacht, dass es daran liegt, dass ich dunkelhäutig bin. Jetzt fühle ich mich nicht allein, weil viele Frauen da­rü­ber ge­sprochen ha­ben. Ich weiß, dass es Mäd­chen mit dunkler Haut­far­be gibt, die sich so gefühlt haben wie ich“, erklärt sie. „Wir haben ein massives Problem mit Rassis­­mus, der in unserer Gesellschaft verankert ist. Es ist be­äng­sti­gend. Aber je mehr Menschen das ansprechen, desto mehr können wir ändern.“

Little Mix for ASOS Mag | ASOS Style Feed

Foto: James Robjant, Styling Natalie Michaelides

Über Beziehungen

„Es gibt immer mal Drama, aber im Moment sind wir alle richtig langweilig“, lacht Perrie. „Wir sind alle glücklich“, stimmt Leigh-Anne zu, und gibt zu, dass sie fast soweit wäre, [Fußballer] Andre [Gray] zu heiraten. „Ich sage es für Ende nächsten Jahres voraus“, sagt Jesy. „Wir haben alle viel Scheiße ertragen oder sind zu einem Ex zurück“, sagt Jade über frühere Beziehungen. „Mit dem Alter haben wir Selbstachtung bekommen und lassen uns nicht mehr alles gefallen.“ „Es ist wichtig, seinen Wert zu kennen. Ich denke, das ist der einzige Weg, dass beide in einer Beziehung glücklich werden“, sagt Leigh-Anne.

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