Deutschland

INTERVIEW

Wie ein Open-Air die Community zusammenbringt

Von Julius Kraft, 30. Juli 2017

Am 05.08. findet das Resonanz Open-Air statt – ein Open-Air, das die Community des Berliner Vororts Erkner zusammenbringt. Für das ASOS Mag haben wir uns mit der Crew hinter dem Event getroffen und sie gefragt, wie man als Gruppe am besten kommuniziert, sich immer wieder neu motiviert und was Gänsehautmomente sind.
Interview mit der Resonanz-Crew

Foto: Miriam Waldner, Haare & Make-up: Vanessa Warkalla at Nina Klein

Was ist das Resonanz Open-Air?
Christopher: „Ein Open-Air von Freunden für Freunde.“
Franz: „Ein Ort der Vielfalt und kulturellen Begegnung. Leute von überall kommen zusammen und es gibt einen Austausch, auf entspannte Art. Alles läuft non-profit ab. Die Einnahmen sind zur Kostendeckung, für Getränke, Transporter, Materialien. Wir benutzen nachhaltige Ressourcen und verwenden alles wieder.“
Friedrich: „Das Open-Air kostet keinen Eintritt, weil es für alle sein soll.“ 

Wie hat alles angefangen?
Franz: „Die Idee kam aus der Gruppe. Auch weil sowas in Erkner und Umgebung fehlt. Es gibt zwar Dorffeste, aber wir wollten einen anderen Spirit reinbringen.“
Christopher: „Wir wollten was Neues bieten. Nicht nur trinken und Autoscooter fahren, sondern tanzen, entspannt etwas essen, im See baden. Bei guter Musik.“ 

Wie seid ihr die Umsetzung angegangen?
Franz:
 „Mit der Grundidee des Open-Airs sind wir zum Jugendclub vor Ort gegangen und haben uns mit den Sozialarbeitern zusammengesetzt. Gerade im Antragswesen ist am Anfang einiges zu beachten. Dabei haben sie uns geholfen. Auch ein finanzieller Teil kommt vom Jugendclub, sonst wäre das nicht möglich. Der Club hat uns Vertrauen gegeben.“ 

Woher kennt ihr euch ursprünglich?
Christopher: „Aus der Schule und dem erweiterten Freundeskreis.“

Wie hat sich das Team gefunden?
Franz: „Weil wir uns alle schon so lange kennen, weiß man, wer was kann. Durch die verschiedenen Professionen und Fähigkeiten, die jeder mitbringt, haben wir etwas Größeres geschaffen.“
Christopher: „Prinzipiell sind wir für jeden offen, der mit anpacken möchte.“ 

Wie organisiert ihr euch?
Franz: „Jakob, der heute leider nicht dabei ist, und ich machen meistens die Organisation. Aber es gibt keinen Boss, alle sind gleichberechtigt.“ 
Friedrich: „In der Orga-Gruppe kümmern sich acht Leute um Catering, Floor-Bau und Installationen, Technik und die Haupt-Organisation. In der Planungsgruppe sind zwischen 20 und 30, in der Vorbereitungswoche so 40, die mithelfen.“ 

Wie aktiviert und motiviert ihr die Gruppe?
Franz: „Wir treffen uns einmal im Monat in der Orga-Gruppe und überlegen, wie wir alle zusammenbekommen. Über soziale Netzwerke koordinieren wir Termine mit den anderen. Und wir machen Team-Sachen für die Motivation. Letztes Jahr haben wir eine Floßtour gemacht, damit wir nicht nur gemeinsam planen und arbeiten, sondern auch als Gruppe leben.“ 

Woher kommen die nachhaltigen Materialien?
Christopher: „Von verschiedenen Spenden, von einem Holzhof, und wir waren beim Förster, weil die Seitenpfeiler des Floors Baumstämme sein sollten.“ 
Franz: „Mittlerweile hat das Open-Air ein gutes Standing in Erkner und Umgebung. Die Stadt fragt dann: ‚Wann ist es wieder so weit? Wann können wir das Open-Air in den Amtsflyer übernehmen?‘.“

Euer bisheriger Höhepunkt?
Christopher: „Für mich sind die letzten vier Stunden besonders, wenn es dunkel wird. Die Atmosphäre ist dann einmalig. Und wenn der letzte Track läuft, versammeln wir uns als Team hinterm DJ-Pult. Das ist ein Gänsehautmoment.“

 

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