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MAGAZIN

renk. – das erste deutsch-türkische Kulturmagazin

Von Jana Aasland, 30. April 2017

Herausgeberin Melisa Karakus, 28, gründete mit renk. das erste deutsch-türkische Kunst- und Kulturmagazin. Im Interview erzählt sie, wie und warum es dazu kam und was die Gründung für sie bedeutet. 

renk. – das erste deutsch-türkische Kunst- und Kulturmagazin

Warum gibt es renk.?

In Deutschland herrscht ein stark von Klischees beeinflusstes Bild von Türken. Dabei gibt es so viele kulturell wertvolle Dinge in der türkischen Kultur, die raus an die Welt müssen. Ich bin Deutsch-Türkin und Grafikdesignerin, also hab ich diese beiden Aspekte in einer Idee vereint. Das Projekt begann als Bachelorarbeit. Weil ich ungern Dinge für die Schublade mache, wurde daraus ein deutsch-türkisches Kulturmagazin.

renk. – das erste deutsch-türkische Kunst- und Kulturmagazin

Foto: Melisa Karakus/renk. Magazin

Worum geht’s?

renk. stellt Menschen mit türkischem Background vor, die eine positive Einstellung zur Bikulturalität haben und kreative Meinungsmacher sind. Wenn man mit einem Deutsch-Türken spricht, geht es nicht hauptsächlich um Sehnsucht oder darum, wie du Heimat definierst. Wir stellen nicht den Menschen in den Vordergrund, sondern die Kunst, die er schafft und mit der er seine Wurzeln präsentiert.  

renk. – das erste deutsch-türkische Kunst- und Kulturmagazin

Foto: Melisa Karakus/renk. Magazin

Was war das Schwierigste an der Gründung?

Es ohne Geld zu tun. Die ersten vier Jahre haben wir mit dem Online-Magazin nichts verdient, dann kam die Crowd-Funding Kampagne, die uns letztes Jahr die allererste Print-Version ermöglicht hat. Das Gute daran ist, dass du dir deine Crowd nicht erkaufst, sondern verdienen musst. Dadurch steht deine Followerschaft viel stärker hinter dir. Das ist wichtig, gerade wenn es auch mal um politische Themen oder provokative Aussagen geht. Unser Feedback auf das Magazin und seine Themen ist dadurch bisher sehr positiv, Shitstorm gibt es kaum.   

renk. – das erste deutsch-türkische Kunst- und Kulturmagazin

Foto: Melisa Karakus/renk. Magazin

Was kommt als Nächstes?

Wir würden gern einen Verlag oder einen Träger finden, der uns unterstützt, damit wir in Zukunft  häufiger gedruckt erscheinen können. Das erste Print-Magazin finanzierte sich nicht von selbst, Shooting-Locations und Fotografen haben wir mit Überzeugungsarbeit bekommen. Der langfristige Plan ist, vier Mal im Jahr zu erscheinen.  Und ein kleiner Shop mit türkischen Produkten muss her! Das ist nur logisch – wenn du etwas über Mokka liest, warum dann nicht gleich auch die Möglichkeit haben, ein Mokka-Set zu kaufen? Launch ist vielleicht im Sommer, aber pssst! Mehr verrate ich noch nicht...

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