Du bist eigentlich Chemielehrer, hast aber auf einmal ein Meth-Imperium und 99 Probleme an der Backe? Better Call Saul.

Ein bisschen genauer, bitte? Okay. Der aufmerksame Seriengucker hat natürlich längst mitgekriegt, dass es hier um Breaking Bad geht. Die mit 16 Emmys ausgezeichnete Geschichte ist schnell erzählt. Walter White unterrichtet Chemie, bekommt Krebs und beginnt mit der Umsetzung eines ehrenvollen Plans: Seine Familie finanziell in trockene Tücher bringen. Der Haken: Er probiert's mit Meth kochen. An seiner Seite: Meistens Jesse Pinkman, Ex-Schüler und Partner der ersten Stunde. In Staffel 2 kommt Saul Goodman dazu, seines Zeichens Rechtsanwalt mit einem Händchen für Werbung, Ich-kenn-da-wen-der-jemanden-kennt und Deals, die sich haarscharf zwischen zwei Gesetzen durchschlängeln. Den spielt Bob Odenkirk so endcool und witzig, das ein eigenes Serien-Spin-Off für ihn rausgesprungen ist. Jetzt wurde der Starttermin bekannt gegeben: Better Call Saul läuft ab dem 8. Februar in den USA, für Europa ist eine Netflix-Ausstrahlung im Gespräch. Erstmal soll es zwei Staffeln geben. Warum Saul das Potential zum 2015er-Serienlieblingscharakter hat?

1. Weil wir von Saul mehr über Selbstvermarktung lernen können als in einer kompletten Vorlesung. Von „Good to meet you. Don't drink and drive. But if you do, call me.“ bis zu einem auf die Zielgruppe zugeschnittenen Kanzleispot nach dem anderen – Lebenslauf- und Portfolio-Überschrift-Inspiration ohne Ende.

2. Weil Sauls Tinder-Profilbild hammer wäre. Der Signature-Zeigefingermove, auf den höchstwahrscheinlich selbst Bill Murray neidisch ist? Yip. Auch von der Konversation danach wäre man kaum enttäuscht. Kostprobe: Als ihm Walter seine Frau Skyler vorstellt, erklärt Saul ihr, dass er ja keine Ahnung gehabt hätte, was Walter für ein Glückspilz sei – offensichtlich wäre sein Geschmack in Sachen Frauen und in Sachen Anwälte ganz ähnlich: „Only the very best... with just a right amount of dirty!“

3. Weil Saul eigentlich einer von den Guten ist. Oder? Hinter der Charmbolzen-mit-komischen-Klamotten-und-Monsterklappe-Fassade boxt Saul das Beste für alle durch, um die er sich kümmert – auch wenn die das nicht immer gleich kapieren. Better Call Saul spielt übrigens ein paar Jahre vor Breaking Bad und Saul heißt erstmal noch gar nicht Saul, sondern Jimmy McGill. Könnte man glatt nostalgisch werden... ach Saul, wir freuen uns auf dich.

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